Private Pflegeversicherung Leistungen Vergleich

Die Pflegeversicherung der Sozialkassen wurde 1995 ins Leben gerufen, um die Kosten, die durch die Pflege älterer Menschen entstehen, finanzieren zu können. Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet für diesen Fall sowohl Geldleistungen wie auch Sachleistungen, die Betroffene in Anspruch nehmen können.

In der privaten Pflegeversicherung hingegen können Versicherte die Leistungen ganz individuell festlegen und damit natürlich auch entsprechend höher vereinbaren. Mit einer Pflegezusatzversicherung kann so eine eventuelle Differenz ausgeglichen werden. Sehen Sie hier die gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung Leistungen im Vergleich.

Leistungen gesetzliche private Pflegeversicherung im Vergleich

Während die Leistungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung für die jeweiligen Pflegestufen 1, 2 und 3 festgelegt sind, können die Leistungen in der privaten Pflegeversicherung frei vereinbart werden. Hier sehen sie die Pflegeversicherung Leistungen der gesetzlichen und privaten Pflege im Vergleich.

Gesetzliche Pflegeversicherung Leistungen Pflegestufen 0 1 2 3

Die Höhe der Leistungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung ist gesetzlich festgeschrieben. Zudem orientiert sich die Leistungshöhe an der jeweils festgestellten Pflegestufe, denn je intensiver der Pflegebedarf ist, desto höher sind auch die von der Versicherung übernommenen Leistungen.

In der Pflegestufe 0 erhalten Betroffene aktuell 120 Euro Pflegegeld, sofern sie von Demenz betroffen sind. Wird eine ambulante Pflege notwendig, werden Pflegesachleistungen im Wert von 225 Euro übernommen.

  • In der Pflegestufe I erhöhen sich die Leistungen bei häuslicher Pflege auf 235 Euro ohne Demenz und 305 Euro mit Demenz, bei ambulanter Pflege erhöhen sich diese auf 450 bzw. 665 Euro.
  • In der Pflegestufe II werden bei Demenz 525 Euro bei häuslicher Pflege bezahlt, bei ambulanter Pflege wird ein Pflegekostenbetrag von 1.250 Euro übernommen. Ist eine vollstationäre Pflege notwendig, haben Betroffene Anspruch auf bis zu 1.279 Euro.
  • In der Pflegestufe III werden bei aufgrund der schwersten Pflegebedürftigkeit die höchsten Leistungen fällig. Für die häusliche Pflege übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung aktuell 700 Euro, bei ambulanter und stationärer Pflege werden 1.550 Euro übernommen.

Sofern Härtefälle betreut werden müssen, erhöht sich dieser Betrag auf maximal 1.918 Euro. Obwohl diese Beträge vergleichsweise hoch erscheinen, weist die Stiftung Warentest in ihrem Pflegeversicherung Test Ausgabe 5/2013 darauf hin, dass diese nicht ausreichen, um die tatsächlichen Kosten zu decken.

Wie die Stiftung Warentest in ihrem Pflegeversicherung Vergleich aufzeigt, fallen bei häuslicher Pflege in der Pflegestufe III etwa 2.320 Euro an, für einen Platz im Pflegeheim hingegen müssen durchschnittlich 4.000 Euro kalkuliert werden.

Damit gibt es eine große Differenz zwischen tatsächlichen Kosten und Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung, die nur über eine private Pflegezusatzversicherung aufgefangen werden können. Deshalb ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll und wichtig.

  • Empfehlung der Stiftung Warentest: private Pflegezusatzversicherung sinnvoll!

Pflegezusatzversicherung Leistungen

Mit einer privaten Pflegezuversicherung ist es möglich, die oben genannten Differenzen zu schließen und die Mehrkosten der Pflege zu finanzieren. Die Leistungen der privaten Pflegeversicherung sind allerdings davon abhängig, welche Form der Pflegeversicherung gewählt wird.

Die Stiftung Warentest empfiehlt in diesem Zusammenhang die Pflegetagegeldversicherung. Sie übernimmt im Pflegefall einen festgeschriebenen Tagessatz, der an den Versicherungsnehmer ausgezahlt wird. Dieses Geld kann dann je nach Wunsch für die häuslicher Pflege oder einen professionellen Pflegedienst verwendet werden.

Pflege-Bahr-Versicherungen Leistungen

Auch die Finanzierung der stationären Pflege ist möglich. Bei Vertragsabschluss haben Versicherungsnehmer natürlich die Möglichkeit, die Höhe der Tagessätze nach Wunsch zu vereinbaren und so selbst den Umfang ihrer Zusatzversicherung zu bestimmen. Bei der gesetzlichen geförderten Pflege-Bahr-Versicherung hingegen wird ein fester Monatsbeitrag übernommen, der ebenfalls individuell verwendet werden kann.

Pflegekostenversicherung Leistungen

Alternativ zur Pflegetagegeldversicherung bieten die Versicherer auch die Pflegekostenversicherung. Der Versicherungsbeitrag hier ist deutlich günstiger, denn hier werden lediglich die tatsächlich angefallenen und nachgewiesenen Pflegekosten abgesichert. Die Leistungen sind damit etwas geringer, wie auch die Experten der Stiftung Warentest aufzeigen. Wer jedoch die hohen Beiträge der Pflegetagegeldversicherung nicht finanzieren kann oder möchte, kann so dennoch für den Pflegefall vorsorgen.