Pflegeversicherung Beitrag: Pflegezusatzversicherung Kosten

Die Berechnung der Beiträge für die privaten sowie die gesetzliche Pflegeversicherung unterscheiden sich stark voneinander. So werden die Beiträge für die gesetzliche Versicherung anhand eines festen Beitragssatzes ermittelt, die vom Bruttoeinkommen der Arbeitnehmer berechnet werden. Auch die Arbeitgeber beteiligen sich an den Kosten der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Bei der privaten Pflegezusatzversicherung hingegen berechnen sich die Beiträge und Kosten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und damit nach dem Alter, dem Gesundheitszustand sowie den Leistungen des Vertrages. Lesen Sie hier mehr zum gesetzlichen Pflegeversicherung Beitragssatz und zum privaten Pflegezusatzversicherung Beitrag.

Pflegeversicherung Beitrag gesetzlich privat im Vergleich

Während die gesetzliche Pflegeversicherung einen festen Beitragssatz kalkuliert, berechnen sich die privaten Pflegeversicherungsbeiträge individuell, ebenso wie die Höhe der vereinbarten Leistungen im Pflegefall.

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist seit 1995 Teil der deutschen Sozialversicherung. Alle Arbeitnehmer, die auch gesetzlich rentenversichert sind, sind somit auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert. Die Beiträge werden hier, ebenso wie in der Rentenversicherung, anhand des Bruttoeinkommens der Arbeitnehmer berechnet, sodass jeder Bürger einheitlich belastet wird.

Geringerverdiener zahlen somit natürlich kleinere Beiträge als Gutverdiener, was den Sozialcharakter der Versicherung unterstreicht. Die Leistungen hingegen sind für alle Versicherten jedoch gleich.

Gesetzliche Pflegeversicherung Beitragssatz

Der Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung wird jährlich von der Bundesregierung überprüft und den Erfordernissen im Bezug auf die notwendigen Ausgaben angepasst. Seit Januar 2013 wurde der gesetzliche Pflegeversicherung Beitragssatz auf 2,05 Prozent des Bruttoeinkommens festgelegt. Hiervon zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je 1,025 Prozent, und zwar bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze.

Lediglich in Sachsen ist der gesetzliche Pflegeversicherungsbeitrag für Arbeitnehmer erhöht, sie zahlen 1,525 Prozent. Grund ist die Beibehaltung des gesetzlichen Buß- und Bettages, der über den Mehrbeitrag finanziert wird.

Freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung zahlen den Beitragssatz in Höhe von 2,05 Prozent aus eigener Tasche. Kinderlose Arbeitnehmer, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, übernehmen nochmals 0,25 Prozent, denn die Kinder von heute sorgen mit ihren Beiträgen von morgen für die Finanzierung der künftigen Pflegeversicherungen.

Private Pflegezusatzversicherung Beitrag

Im Vergleich zur gesetzlichen Pflegeversicherung werden die Beiträge für die private Pflegezusatzversicherung nicht nach dem Einkommen bestimmt. Grundlage für die Berechnung der Pflegebeiträge sind vielmehr versicherungsmathematische Fakten wie etwa das Alter der zu versichernden Person, der Gesundheitszustand sowie der Umfang der gewünschten Leistungen der Pflegeversicherung.

Dabei gilt, dass der Pflegeversicherungsbeitrag umso höher ausfällt, je älter der Versicherungsnehmer ist oder je umfassender die Leistungen vereinbart werden. Auch dann, wenn gesundheitliche Probleme bestehen oder wenn Vorerkrankungen aufgetreten sind, können die Versicherungen höhere Beiträge berechnen. Die Stiftung Warentest empfiehlt daher, die Pflegezusatzversicherung möglichst in jungen Jahren abzuschließen, denn so ist es möglich, mit geringen Beiträgen umfassende Leistungen zu erreichen.

Pflegetagegeldversicherung und Pflegekostenversicherung

Ein weiterer Faktor, der auf die Berechnung der Versicherungsprämien Einfluss nimmt, ist der Leistungsumfang des Vertrages. Bei einer Pflegekostenversicherung beispielsweise werden Leistungen erst dann fällig, wenn diese tatsächlich anfallen und zwar jeweils in Höhe der nachgewiesenen Kosten. Eine Pflegetagegeldversicherung hingegen übernimmt den festgesetzten Tagessatz mit Erreichen der jeweiligen Pflegestufe.

Ein Nachweis entstandener Kosten ist nicht nötig. Zudem kann dieses Geld ganz individuell verwendet und eingesetzt werden, was vielen Betroffenen sehr entgegen kommt. Wie auch die Stiftung Warentest aufzeigt, ist die Pflegetagegeldversicherung allerdings die teuerste Variante der Pflegezusatzversicherung. Sie bietet allerdings umfassenden Schutz und ist daher sehr empfehlenswert.